Liebe Kammermusikfreunde,

© Giorgia Bertazzi

Jubiläen sind immer eine Herausforderung: zurückschauen, resümieren, aber doch aktuell bleiben, das Abenteuer nicht scheuen und Neues wagen. Wie kann man dem ältesten und innovativsten – für mich sowieso besten! – Kammermusikfestival zum 75. Geburtstag gerecht werden?

In der „Highlight-Schatzkiste“ wurden wir reichlich fündig, greifen hinein und erfinden neu. So wollen wir ein buntes Fest präsentieren, bei dem sich Erinnerungen und Unerhörtes die Hand reichen. Ob Ereignisse wie Orpheus, Kafka-Fragmente, Kosmos Quartett oder Beethoven; ob Helmut Lachenmann, Patricia Kopatchinskaja oder Eberhard Feltz – offen und kreativ wird es allemal.

Wir freuen uns auf die ehemalige Künstlerische Leiterin Carolin Widmann und ihre Vorgänger Markus Fein, Claus Kanngiesser und Wolfgang Boettcher, die meiner Einladung auf jeweils ganz persönliche Weise folgen.

Aber die Sommerlichen Musiktage würden ihrem Anspruch von Tradition und Innovation ohne neue Formate und Entdeckungen nicht gerecht. Ich freue mich auf Kim Kashkashian, Bomsori Kim, Anu Komsi, Sabine Meyer, Nils Mönkemeyer, William Youn, Johannes Fischer, András Keller, Udo Samel, Markus Becker, meine Kuss Quartett Kollegen, eine Uraufführung zum Thema „Orpheus“ vom ehemaligen Kompositionspreisträger Manfred Trojahn, das zusätzliche Konzert in der Elbphilharmonie sowie viele und vieles andere – und vor allem auf das unermüdliche und abenteuerlustige Publikum der Sommerlichen Musiktage!

Ihr Oliver Wille, Intendant